Verein Gießener Meisterkonzerte e.V.      

1. Basilikakonzert

Sonntag, 10. Mai 2014, 11.15 Uhr (Matinee)

 (Vorverkauf)

Catherine Gordeladze

Die georgisch-deutsche Pianistin Catherine Gordeladze erhielt schon mit sechs Jahren ihren ersten Klavierunterricht, hatte mit sieben ihren ersten Orchesterauftritt und gab mit zehn Jahren ihren ersten Klavierabend. Im noch kindlichen Alter von elf Jahren wirkte sie in Anwesenheit des damaligen georgischen Präsidenten Edward Schewardnadze an einem Galakonzert in der Tifliser Oper mit, das vom Fernsehen live in die gesamte ehemalige Sowjetunion ausgestrahlt wurde. Catherine Gordeladze absolvierte ihre Ausbildung bis zum Konzertexamen (mit Auszeichnung) an den Musikhochschulen in Tiflis, Frankfurt a.M. und Weimar. Als eine der bemerkenswertesten Musikerinnen der Gegenwart ist sie gleichermaßen als Solistin und Kammermusikpartnerin auf den internationalen Konzertpodien gefragt. Sie ist Preisträgerin verschiedener Wettbewerbe und Trägerin der Medaille der französischen Ehrenlegion. Hinzu kommen zahlreiche Rundfunk- und Fernsehaufnahmen weltweit, von ihrer georgischen Heimat über Länder des westlichen Europas bis nach Australien, Neuseeland und in die USA. Neben ihrer Konzerttätigkeit ist Catherine Gordeladze Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. Ihre CD-Einspielungen werden von der internationalen Fachpresse gefeiert: So erhielt ihre CD mit Werken des russischen Komponisten Nikolai Kapustin, erschienen bei NAXOS, von der führenden spanischen Musikzeitschrift „Ritmo“ die höchste Auszeichnung und wurde in die Liste der Top-10-CDs gewählt, neben Einspielungen von Daniel Barenboim, Anna Netrebko und Elīna Garanča. Auch die US-amerikanische Fachpresse hat diese Einspielung hoch gelobt. Ihre 2014 bei ANTES EDITION/BELLA MUSICA erschienene CD „American Rhapsody“ mit Klavierwerken amerikanischer Komponisten gewann beim international renommierten Global Music Award der USA die Silber- und BronzeMedaille in der Kategorie Instrumental Performance Solo/Album. Catherine Gordeladze ist nicht zum ersten Mal Gast beim Verein Gießener Meisterkonzerte. In diesem Sommer stellt sie in ihrem Rezital Werken der Europäer Haydn und Chopin solche der amerikanischen Komponisten Gottschalk und Gershwin gegenüber. Während die Ausdruckspalette in Haydns Klaviersonaten „von graziös-verspielt bis hin zu temperamentvoller Spielfreude“ reicht, entfesselte Chopin schon als Zwanzigjähriger mit seinen frühen Scherzi „ein regelrechtes Pandämonium“.

Der Amerikaner Gottschalk feierte mit seinen virtuosen Stücken in den Pariser Salons triumphale Erfolge und über Gershwins „Rhapsody in Blue“ zu räsonieren, hieße die sprichwörtlichen Eulen nach Athen tragen - da lassen wir sie lieber im heimischen Gießen!