Verein
Gießener
Meisterkonzerte
e.V.

Der Bratschenvirtuose Hartmut Lindemann gilt als einer der großen Repräsentanten seines Instruments. Sein Stil wurzelt in seiner tiefen Hingabe und Bewunderung für die Musik und die Spielweisen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Als Solist stellte sich Lindemann erstmalig 1979 im Festival Tibor Varga in Sion vor. In der Folgezeit trat er mit den meisten Rundfunkorchestern Australiens, dem Australian Chamber Orchester, dem Detmolder Kammerorchester und der Kammerphilharmonie Amadé auf.

Seine besondere Spezialität sind jedoch Sonatenabende mit Klavier, in denen er Ungewöhnliches vorstellt. Im Juni 2007, im Rahmen des Internationalen Viola Kongresses in Adelaide, spielte er eine Neuentdeckung, die heute ebenfalls im Programm stehende Sonate op. 129 von Charles Villiers Stanford.

In den Jahren von 1983–1997 wirkte er zunächst als Solobratscher, unter anderem des Sydney Sinfonieorchesters, dann als freischaffender Solist und Kammermusiker in Australien. In diesem Zeitraum unternahm er Tourneen durch Südamerika, China, Japan, Korea, Thailand, Indonesien, UK, Holland und Österreich. Seit 1997 ist Hartmut Lindemann Prof. für Viola an der Hochschule für Musik in Detmold und fungierte als Jurymitglied für die Internationalen Wettbewerbe »William Primrose« (1999) und »Lionel Tertis« (2000). Neben einer Reihe deutscher und australischer Rundfunkaufnahmen liegen seine vier Solo-CDs bei »TACET« vor. Eine fünfte Aufnahme mit Schumanns Violinsonate
in d-Moll, Schuberts Sonate für Arpeggione, Paganinis Caprice Nr. 9 und der Violasonate von Arthur Benjamin, wird im
Herbst 2007 im Handel erscheinen.

Megumi Hashiba wurde in Japan geboren. Sie begann im Alter von 4 Jahren mit dem Klavierspiel und erhielt als Jugendliche Unterricht bei Mitsuko Uchida, deren Einfluß entscheidend für ihr Musikstudium an der Toho-Gakuen Musikhochschule in Tokio war.

Noch während ihres Studiums gewann sie 1985 den 1. Preis sowie den Sonderpreis Masuzawa beim renommierten nationalen Nihon-Musikwettbewerb Japan.

1987 kam sie nach Deutschland, um bei Prof. Pavel Giliov an der Musikhochschule Köln zu studieren mit dem Ziel, die russische Klavierschule zu lernen. Sie schloß ihr Studium 1993 mit dem Konzertexamen ab.

Megumi Hashiba ist mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe wie dem Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig, dem Epinal-Wettbewerb Frankreich, dem Musikwettbewerb Stiftung Tomassoni Köln sowie dem Schumann-Wettbewerb Zwickau.

Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie von Tatiana Nikolaeva, Karl-Heinz Kämmerling, Boris Pergamenchikov und Pierre Amoyal.

Als gefragte Kammermusikerin konzertiert sie mit Rainer Moog, Young-chan Cho und Alban Gerhardt und spielte CD-Produktionen mit dem Bratschisten Hartmut Lindemann und mit dem Cellisten Tray Lee bei EMI/Asien ein.

Seit 1994 ist Megumi Hashiba Dozentin für Instrumentalkorrepetition und Kammermusik an der Musikhochschule Köln.