Verein
Gießener
Meisterkonzerte
e.V.

5. Winterkonzert

Dienstag, 17. März 2009, 20.00 Uhr

Oberon Trio

Henja Semmler, Violine
Rouven Schirmer, Violoncello
Jonathan Aner, Klavier

Kreuzten sich ihre Wege zuvor gelegentlich im Bundesjugendorchester, während des Stu­diums oder im Mahler Chamber Orchestra, legten die Mitglieder des Oberon Trios 2006 den Grundstein für eine intensive kammer­musikalische Zusammenarbeit. Seitdem wur­de das junge Ensemble bereits zu Konzertrei­sen durch Deutschland, Israel, Italien und Ägypten sowie verschiedenen Rundfunkauf­nahmen eingeladen. Die Zeitschrift »Das Or­chester« bescheinigte dem Oberon Trio »eine enorme interpretatorische Leistung, die von berückender Reife und stilistischer Souverä­nität dieses neuen Ensembles zeugte«. 2007 nahm das Alban-Berg-Quartett das Trio in seine begehrte Kammermusikklasse an der Musikhochschule Köln auf. Das Oberon Trio hat es sich zur Aufgabe ge­macht, neben den etablierten Meisterwerken der Klaviertrioliteratur auch das unbekannte­re Repertoire zur Aufführung zu bringen. Da­bei sollen die frühesten Beispiele dieser Besetzung, wie etwa die Klaviertrios von Carl Philipp Emanuel Bach oder die frühen Trios Joseph Haydns, ebenso zur Geltung kommen wie Werke junger zeitgenössischer Komponi­sten. Hierbei bringen die Mitglieder des Trios ihre Erfahrung mit Original-Instrumenten und historischer Aufführungspraxis sowie verschiedenen musikalischen Stilrichtungen außerhalb der Klassik ein. Oberon, der Elfenkönig aus Shakespeares Sommernachtstraum, steht für den Zauber der Phantasie und die Lust an Verwandlung und Spiel. Kreativität und Freude an der Ein­zigartigkeit des Augenblicks möchte das Oberon Trio bei seinen Konzerten in der Mu­sik erlebbar machen. Stets lebendig und un­mittelbar berührend sollen sich dabei die Neugierde und Begeisterung der drei Musiker für Werke aller Epochen und Stilrichtungen auf die Zuhörer übertragen.

Jonathan Aner, Klavier

1978 in Israel geboren, trat Jonathan Aner mit führenden Orchestern Israels auf, u.a. mit dem Israel Philharmonie Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta. Er gewann Preise bei zahlreichen internationalen Kla­vier- und Kammermusikwettbewerben, u.a. in Melbourne, Florenz, Senigallia, Dortmund, Berlin, Weimar und beim Europäischen Kam­mermusikwettbewerb in Frankreich. Des Weiteren bildet der »Kammermusiker par excellence« (Frankfurter Rundschau) mit der Klarinettistin Shirley Brill das Duo Brillaner. Der langjährige Pianist des Tel Aviv Trios mu­sizierte ferner mit der Bratschistin Tabea Zimmermann, mit dem Jerusalem Quartet und dem Borromeo Quartet zusammen und konzertierte beispielsweise in der Berliner Philharmonie, im Auditorium du Louvre in Paris, im Kennedy Center in Washington, beim Bergen Festival und beim Schleswig-Holstein-Festival. Seine Ausbildung erhielt Jonathan Aner u.a. bei Arie Vardi und Kon­rad Eiser. Darüber hinaus studierte er Ham­merklavier bei Zvi Meniker. Weitere Impulse erhielt er von Murray Perahia und Andräs Schiff. Einladungen als Dozent führten ihn in die USA, nach Europa, Asien und Australien.

Henja Semmler, Violine

Henja Semmler, 1979 in Berlin geboren, ist gleichermaßen als Solistin, als Kammermusi­kerin und im Orchester tätig. Ausgezeichnet u.a. beim L.-Spohr-Wettbewerb, beim Deut­schen Musikwettbewerb, beim Wettbewerb der deutschen Musikhochschulen und mit dem Premio Franco Gulli, gastierte sie in Eu­ropa, den USA und Japan. Als Mitglied des Kastalia-Quartetts, des Violinduos Briner-Semmler, solistisch oder mit Partnern wie Kolja Blacher, Tabea Zimmermann und Natalia Gutman war sie z. B. bei den Berliner Fest­wochen, beim Rheingau Musikfestival, beim Heidelberger Frühling und bei Young Artists in Concert Davos zu hören. Siebzehnjährig debütierte sie in der Großen Philharmonie Berlin; sie trat u.a. mit der Staatskapelle Weimar, dem World Youth Orchestra und dem Davos Festival Orchestra auf. Als Gründungs­mitglied des Mahler Chamber Orchestra und des Lucerne Festival Orchestra spielt sie un­ter Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Harding und Pierre Boulez. Henja Semmler widmet sich auch der histori­schen Aufführungspraxis, zeitgenössischer Musik und dem Bratschenspiel. Ausgebildet wurde sie u. a. von Rainer Kussmaul, Thomas Brandis und Gerhard Schulz. Dabei wurde sie von der Studienstiftung, vom Deutschen Aka­demischen Auslandsdienst und vom Deut­schen Musikinstrumentenfonds unterstützt.

Rouven Schirmer, Violoncello

Rouven Schirmer, 1976 in Hildesheim gebo­ren, ist ebenfalls als Solist, Kammer- und Or­chestermusiker tätig. Im Duo mit dem Pia­nisten Konrad Maria Engel oder als Mitglied der Berliner Cellharmoniker wurde er mehr­fach bei internationalen Kammermusikwett­bewerben ausgezeichnet und konzertierte im Rahmen namhafter Festivals, wie dem Rhein­gau- oder Schleswig-Holstein-Musikfestival. Zudem erhielt er Stipendien der Studienstif­tung, des Deutschen Musikwettbewerbs so­wie der Karajan-Akademie der Berliner Phil­harmoniker, wo er unter nahezu allen großen Dirigenten der heutigen Zeit musizierte. Als Solist trat Rouven Schirmer regelmäßig mit verschiedenen Orchestern auf. Das Capriccio für Violoncello und Orchester von Jan Noväk brachte er zur deutschen Erstaufführung. Rouven Schirmer wurde durch Friedrich-Jür­gen Sellheim, Klaus Heitz sowie Wolfgang Boettcher ausgebildet und erhielt wichtige Anregungen u. a. von Ludwig Quandt, Georg Faust oder Ralph Kirschbaum. Seine musika­lische Tätigkeit wird durch zahlreiche CD- so­wie Radio- und Fernsehproduktionen doku­mentiert.