Verein
Gießener
Meisterkonzerte
e.V.

3. Winterkonzert

Donnerstag, 4. Dezember 2008, 20.00 Uhr

Milander-Quartett

Milana Chernyavska (Klavier)
Albena Danailova (Violine)
Alexander Moshnenko (Viola)
Rupert Buchner (Violoncello)

»Das perfekte Zusammenspiel bildete die Grundvoraussetzung für eine differenzierte, einfühlsame Spielweise und eine emotions­geladene, mitreißende Interpretation der Werke.« (Der Kölner Stadtanzeiger)

Die kulturell unterschiedliche Herkunft der Musiker bereichert das Spiel des 2004 ge­gründeten und somit noch jungen Ensembles. Im gleichen Jahr debütierte das Milander-Quartett bereits in der Münchner Philharmo­nie. Durch die musikalische Zusammenarbeit mit der Geigerin Ana Chumachenco haben die Musiker wichtige Impulse erhalten. Das Münchner Quartett hat seit der Gründung zahlreiche Konzerte und Tourneen u.a. in Holland, Deutschland, Ungarn, Russland, der Ukraine und Österreich absolviert. 2006 wur­de das Quartett vom Bayerischen Rundfunk eingeladen, alle Beethoven-Quartette aufzu­nehmen. Neben dem Standardrepertoire auch selten gespielte Werke aufzuführen, außergewöhnliche Programme mit Auftrags­werken zu ergänzen und in wechselnder For­mation aufzutreten, ist ein besonderes Anliegen des Quartetts. In Zukunft sind auch Pro­jekte mit namhaften Gastkünstlern geplant.

Die gebürtige Ukrainerin Milana Chernyav­ska (Klavier) ist eine der gefragtesten Kam­mermusikerinnen unserer Zeit. Die Kammer­musikpartnerin von Julia Fischer, Lisa Batiashvili, Daniel Müller-Schott, Arabella Steinbacher und des Vogler Quartetts hat be­reits CD-Einspielungen bei EMI, Naxos, Claves, Avie Records und Ars Musici vorlie­gen. Als Solistin hat sie außerdem mit zahl­reichen renommierten Ensembles konzertiert (u.a. Münchner Kammerorchester). Ihre künstlerischen Leistungen wurden inzwi­schen durch zahlreiche Preise bei internatio­nalen und nationalen Wettbewerben aner­kannt: 1. Preis Nationaler »Lisenko« Klavierwettbewerb (1988, Kiew), 1. Preis Internationaler Klavierwettbewerb »Pierre Lantier« (1994, Paris), 3. Preis Internationa­ler Kammermusikwettbewerb »Vittorio Gui«, die Goldmedaille beim Internationalen »Wla­dimir und Regina Horowitz« Klavierwettbe­werb (1994, Kiew) u.a. Milana Chernyavska ist regelmäßiger Gast beim Lucerne Festival, beim Rheingau- und Schleswig-Holstein-Musikfestival, bei den Festspielen Schwetzingen sowie in bedeutenden Konzertsälen wie dem Münchner Herkulessaal, dem Concertgebouw Amsterdam, der Suntory Hall Tokio sowie der Carnegie Hall New York. Die vielseitige Künst­lerin ist zudem als Professorin am Konserva­torium in Feldkirch (Österreich) tätig und Lehrbeauftragte an der Münchner Musik­hochschule.

Albena Danailova (Geige) wurde in Sofia ge­boren, wo sie bereits als Zehnjährige öffent­lich auftrat. Erfolgreiche Teilnahmen bei Wettbewerben (wie »Tibor Varga« in Sion, »Tschaikovsky« in Moskau) belegen ihr her­ausragendes Talent.
Nach ihrem Studium in Sofia bei Prof. Neli Jeleva und Prof. Dora Iwanowa wechselte sie 1995 zu Prof. Petru Munteanu nach Deutsch­land an die Hochschule für Musik und Thea­ter in Rostock. Sie wurde Stipendiatin der Horst-Rahe-Stiftung und Preisträgerin des deutschen Instrumentenfonds. Als Solistin und in Kammermusikensembles konzertierte sie in Europa und den USA und machte Auf­nahmen für Rundfunk und Fernsehen in Bul­garien sowie für den Berliner Funk und den NDR Hamburg. Nach ihrem Diplom mit Aus­zeichnung wurde sie anschließend Stimmführerin der zweiten Violinen an der Bayeri
schen Staatsoper unter Zubin Mehta. Im letz­ten Jahr hat sie im London Philharmonie Or­chester als Konzertmeisterin mitgewirkt und im März 2006 hat sie das Konzertmeister­probespiel an der Oper in München gewon­nen. Im Mai 2008 ist Albena Danailova Konzertmeisterin in Wiener Philharmoniker geworden.

Alexander Moshnenko (Viola), im ukraini­schen Kiew geboren, erhielt im Alter von vier Jahren seinen ersten Violinunterricht. Schon während seiner Ausbildung in Kiew gewann er höchste Preise bei nationalen Wettbewer­ben. Nach seinem Studium an der Nationalen Tschaikowsky Musikakademie in Kiew stu­dierte er u.a. bei den Professoren D. de Rosa, Chr. Poppen, B. Pergamenschikov und A. Longuich an der Europäischen Kammermu­sik-Akademie in Krakau. Seit 1990 ist er Solo-Bratschist im »Ensemble Klassische Musik« in Kiew. Parallel hierzu widmet er sich seinen zahlreichen Verpflichtungen als Solist mit Or­chestern in der Ukraine und Russland. Seine besondere Liebe gilt der Kammermusik. 1994 gewann er die Goldmedaille beim Internatio­nalen Kammermusikwettbewerb »Vladimir und Regina Horowitz« in Kiew. Alexander Moshnenko war Gast bei zahlreichen Festi­vals wie den Ukrainischen Kulturwochen in München und Finnland, dem »Julia Fischer Festival« in Starnberg, dem Musikfestival der Europäischen Kammerakademie in Prag und Krakau, dem Kammermusik Festival »Maggio Musicale« in Florenz und dem Festival »Musikdialoge« in Kiew. Als Mitglied ver­schiedener Kammermusikensembles gab er
Konzerte in Italien, der Schweiz, Japan, Deutschland, Frankreich, Belgien und Polen und machte zahlreiche Rundfunk- und TV-Aufnahmen.

Rupert Buchner (Cello), in München gebo­ren und aufgewachsen, begann im Alter von sechs Jahren mit dem Violoncellospiel und trat bald erstmals öffentlich, etwas später als Solist mit Orchester auf. Sein Studium begann er in München bei Walter Nothas, ging dann für drei Jahre zu dem legendären Jänos Star­ker nach Bloomington/USA und erhielt sein Konzert-Diplom mit Auszeichnung sowie den Magister-Titel an der Musik-Universität in Wien bei Prof. Tobias Kühne. Er gewann schon früh Preise bei nationalen Wettbewer­ben sowohl auf dem Cello als auch auf dem Klavier. Sein besonderes Interesse galt immer der Kammermusik, und auf diesem Gebiet konnte er tiefe Eindrücke sammeln im Stu­dium bei Musikern wie Menahem Pressler (Beaux Arts Trio), Rotislaw Dubinsky (Boro­din Quartett) oder den Mitgliedern des Julliard Quartetts. Meisterkurse bei Paul Tortelier, Heinrich Schiff oder Lynn Harrell rundeten seine Ausbildung ab. Rupert Buchner war Sti­pendiat des Aspen Music Festivals und des Schleswig-Holstein-Festivals (u.a. als Solo-Cellist unter Sergiu Celibidache und Leonard Bernstein). Er ist Mitglied des Bayerischen Staatsorchesters. Als Solist und als Kammer­musiker unternahm er Tourneen durch Euro­pa, China, Japan und in die USA und trat bei so renommierten Festivals auf wie den Salz­burger Festspielen oder dem Bärge Music Festival in New York.